Walhausen im Saarland

Historischer Bergwerksverein Walhausen e.V.


AKTUELLES!

An alle Vereinsmitglieder und interessierten Gäste!

Einladung zur 22. Jahreshauptversammlung / Mitgliederversammlung des „Historischen Bergwerksvereins Walhausen e.V.“ und die daran anschließende Barbarafeier

Liebe Mitglieder und Freunde des historischen Bergbaus, am Sonntag, dem 3. Dezember 2017 ab 15:00 Uhr findet im Dorfgemeinschaftshaus in Walhausen zum 22. Mal die Mitgliederversammlung unseres Vereines statt. Alle Mitglieder und gerne auch interessierte Gäste sind zu dieser Versammlung recht herzlich eingeladen. Auch in diesem Jahr haben wir wieder ein kleines informatives Jahresheft vorbereitet, das im Laufe der Versammlung an die Anwesenden verteilt wird. Zur traditionellen Barbarafeier, im Anschluss an die offizielle Versammlung, sind alle Mitglieder sowie interessierte Gäste recht herzlich zu einem kleinen Imbiss und Getränken eingeladen.

Ab ca. 16:30 Uhr wird uns Herr Hans Peter Brand aus Idar Oberstein einen Vortrag mit dem Thema "Analytischer Vergleich der Fürstentümer Birkenfeld und Lichtenberg in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts“ halten.

Herr Brand ist Träger des Kulturpreises der Stadt Birkenfeld, Leiter des „Carivari Verlages“ in Idar Oberstein und hat in der Vergangenheit zahlreiche Heimatkundliche Bücher veröffentlicht. Der Vorstand des Vereines würde sich freuen, Sie begrüßen zu dürfen. Für mögliche Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung (06852/81246).

Mit freundlichem Glück Auf,

i.A. d. Vorstandes - Wolfgang Kilian (1.Vorsitzender)

Tagesordnung

der Mitgliederversammlung am Sonntag, den 3. Dezember 2017 um 15:00 Uhr in der Köhlerhalle Walhausen

TOP I: Begrüßung der Vereinsmitglieder und Gäste;

-Begrüßung der Gäste und Vereinsmitglieder

-Totenehrung;

-Bekanntgabe der Tagesordnung u. ggf. Annahme;

-Führung der Anwesenheitsliste u. Feststellung der Beschluss-fähigkeit der Versammlung;

-Auslegung und ggf. Annahme des Versammlungsprotokolls der letzten Mitgliederversammlung vom 5. 12.2015

TOP II: Bericht des 1. Vorsitzenden zum abgelaufenen Geschäftsjahr

TOP III: Bericht zu den bergbaulichen Aktivitäten an den Bergwerken

TOP IV: Bericht zur Kassenverwaltung und zur Finanzlage des Vereins

  1. Bericht der Kassenprüfer

TOP V: Berufung eines Versammlungsleiters u. ggf. Antrag zur Entlastung

             des Vorstandes mit der dazugehörigen Kassenverwaltung
                   

TOP VI: Behandlung von schriftlichen Mitgliederanträgen, die mindestens

             8 Tage vor der Versammlung beim Vorstand eingegangen sind
                 

TOP VII: Verschiedenes, Dank-u. Schlussworte, Überleitung zur Barbarafeier mit

             Vortrag

Der Hist. Bergwerksverein wurde 1995 gegründet und hat ca. 90 Mitglieder

Seit einigen Jahren bemüht sich der Historische Bergwerksverein Walhausen e.V., Teile der ehemaligen Kupferbergwerke als Besucherbergwerk für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Leider konnte bisher noch kein geeignetes Objekt hergerichtet werden. Von den ehemaligen Bergwerken sind einige Stollen mit zusammen über 1000 m Streckenlänge, die vermutlich aus dem 18. Jahrhundert stammen, gut erhalten wiedergefunden worden. Seit 1984 war eine Gruppe des Vereins, über 20Jahre, mit Aufwältigungsarbeiten an einem alten Bergwerksschacht („Bleischacht“, Teufe ca. 32m) beschäftigt. 2005 wurde man fündig …siehe den nachfolgenden SZ Bericht.

Link: Kupferbergwerk


----Schmelztage, im Mai 2016 am historischen Kupferbergwerk in Düppenweiler----



20 Jahre Historischer Bergwerksverein Walhausen im Dezember 2015


Aktuelles:


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Tag des Bergmannes 2015 Fraulautern


Eröffnungsumzug zu den Köhlertagen 2013


SZ- Artikel von 2016

Wo Förderturm noch in Betrieb ist

Historischer Bergwerksverein Walhausen will ganzes Stollensystem zugänglich machen


Einst arbeiteten die Menschen in Walhausen in einer Untertagewelt. Das Kupfer-und Bleibergwerk ist heute ein stummer Zeuge der einst blühenden Montanindustrie der Region. Teile der Bergwerksanlage hat der historische Bergwerksverein in mühsamer Kleinarbeit wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Wolfgang Kilian, Vorsitzender des historischen Bergwerksvereins in Walhausen, öffnet den mit einem Eisentor verschlossenen Seibert-Stollen. Er knipst die Lampe am Helm an und bringt Licht ins Dunkle. „Der Seibert-Stollen ist 216 Meter lang und ist die Zuführung zu einer abbaufähigen Stelle“, erklärt er. Der Vorsitzende nimmt die SZ mit in die spannende Untertagewelt des Kupfer- und Bleibergwerks.

In Walhausen ist bis zum Jahre 1792 Kupfer und Blei abgebaut worden. „Bis zu vier Zentimeter Tagesvortrieb hat früher ein Bergmann geschafft, im Jahr waren es etwa zehn Meter“, berichtet Kilian. Die erste urkundliche Erwähnung des Walhausener Bergwerks geht auf das Jahr 1454 zurück. Menschen von überall seien seinerzeit ins Dorf gekommen, um als Bergmann für einen kargen Lohn zu arbeiten. Drei Stollen des unterirdischen Systems haben die Mitglieder des Bergwerkvereins freilegen können.

Wieder Tageslicht vor Augen führt uns Kilian zum ersten Lichtloch des tiefen Stollens und scherzt: „Hier steht der einzige im Saarland sich noch in Betrieb befindende Förderturm“. Der Bergwerkhistoriker hievt ein massives Gitterrost nach oben und über eine Leiterfahrt geht es hinab in das steinalte und nasse Naturmuseum. „Über 20 Jahre meines Lebens habe ich hier unten an der Freilegung des verfüllten Schachtes gearbeitet“, so Kilian. Auf der letzten Gitterrostbühne angekommen, lässt er einen Stein in die Tiefe fallen, der nach einer gewissen Zeit ins Wasser plumpst. „Der Schacht hat die Tiefe von 32 Metern“, erläutert dabei Kilian. In Zinkeimern haben die Hobby-Bergmänner den Schutt nach oben befördert und das Wasser abgepumpt. „Bei der Arbeit hat uns das Wasser bis zum Hals gestanden. Denn der so genannte tiefe Stollen diente früher wohl zum Entwässern verschiedener Bergwerke“, erzählt Kilian.

Zudem habe der Verein überaus interessante Sachen entdeckt. In der durch Bergleute bearbeiteten Wand ist die Jahreszahl 1744 eingemeißelt. Eine alte Holzfahrt (Leiter) ist unbeschadet erhalten geblieben und Reste eines 2,30 Meter breiten Handhaspels (Handkurbel zu Erzförderung) und von Blei- und Kupfermineralien sind gefunden worden. Zurück an der Erdoberfläche zeigt Kilian auf der vom ehemaligen Bergverwaltherrn zu Veldenz Johann Burkhardt Jacobi um das Jahr 1760 erstellten Grundrisskarte das gesamte Walhausener Stollensystem. Die Kupfer- und Bleierzlagerstätten rund um Walhausen gehören zum drei Kilometer breiten und 50 Kilometer langen Streifen, der sich durch das Nahetal bis nach Kirn zieht.

Nach wie vor kämpft der Verein gegen den hohen Wasserandrang im Bergwerkssystem an. Durch den Bau des neuen Kanalsystems, welches das Abwasser von Walhausen zur Kläranlage nach Nohfelden abführt, hat sich das Problem noch verstärkt. Bei den Arbeiten sei ein Rohrkanal zerstört worden, weshalb an einer Entwässerungsstelle im Dorf kein Wasser an mehr abgepumpt werden darf. „Wir hoffen, dass eine Lösung dafür gefunden werden kann. Das ganze Bergwerkssystem ist noch nicht vollständig erforscht und wir wollen es für die Öffentlichkeit zugänglich machen“, sagt Kilian. Nach Ansicht des Vereines ist das Stollensystem eines der interessantesten Industriedenkmäler im Saarland.

Quelle: Saarbrücker Zeitung (von Frank Faber, 19. März 2016)


SZ- Artikel von 2013

Was für ein Abenteuer...

Ausgerüstet mit elektronischen Gasmessgeräten, mit Helmen, Lampen und wasserdichter Kleidung gingen im Jahr 2005 Mitglieder des Historischen Bergwerksvereins Walhausen und ein Vertreter des Bergamtes auf Spurensuche. Erstmals erforschten sie ein zuvor entdecktes Stollensystems der ehemaligen Kupferbergwerke Walhausen. Das Wasser stand ihnen dabei bis zum Hals. Wortwörtlich gemeint. Denn der so genannte tiefe Stollen diente früher wohl zum Entwässern verschiedener Bergwerke.

„Man konnte zur Überraschung der Beteiligten ein Stollensystem befahren, welches das Herz eines jeden Bergbauhistorikers höher schlagen lässt“, beschreibt Wolfgang Kilian, Vorsitzender des Bergwerksvereins, die Situation. In einer Pressemitteilung berichtet er über die Erstbegehung und das Engagement des Vereines.

Zur Überraschung aller wurden damals 400 Meter begehbare Strecke, ein tiefer Stollen (angelegt zum Entwässern mehrerer angeschlossener Bergwerke) entdeckt.

Überraschender Fund

Gefunden wurden ein Kupferabbau, ein Bleiabbau, zwei noch bis heute unerforschte Gesenke (senkrechte Schächte), teilweise noch im Holzausbau, darüber hinaus noch anstehende Kupfer- und Bleivererzungen. Ein Höhepunkt waren Reste eines 2,30 Meter breiten Handhaspels (Handkurbel zu Erzförderung). In der durch Bergleute bearbeiteten Wand ist die Jahreszahl 1744 eingemeißelt. Zum Abstieg in einem Gesenke ist sogar noch eine alte Holzfahrt (Leiter) unbeschadet, und unter Wasser sogar noch tragfähig, erhalten geblieben.

Beim näheren Erkunden des Bergbausystems fand man auch noch Reste von Blei- und Kupfermineralien. Das untertägige System reicht in der Tiefe bis unmittelbar hinter das bebaute Gebiet der Löschbachstraße, so der Verein. Dort ist der Ablauf des nach dem Winter reichlich angestauten Wassers stark behindert, verursacht durch Gesteinsmaterial eines zweiten Schachtes (Haufwerk).

Untertägig in Richtung Mosberg-Richweiler endet das Stollensystem, nachdem einige leichte Verbrüche überquert wurden, in einem Schuttkegel, der aus Sicherheitsgründen noch nicht überwunden wurde, hinter dem es aber sicherlich noch weitergeht.

Nach Ansicht des Vereines ist das Stollensystem eines der interessantesten Industriedenkmäler im Saarland. In Walhausen wurde von 1454 bis etwa 1792 Kupfer und Blei abgebaut.

Seit 1984 arbeiten Mitglieder der 1983 gegründeten Forschungsgruppe Historischer Bergbau Walhausen an der Freilegung eines alten, vollständig verfüllten Bergwerksschachtes. Beim Beginn der Arbeiten ahnte man nicht, dass es sich bei dem aufgefundenen Objekt um einen 32 Meter tiefen und etwa zwei auf vier Meter großen Schacht handelt. 1995 wurde, um die bergbaulichen Tätigkeiten in geordnete Bahnen zu bringen, der Historische Bergwerksverein Walhausen gegründet, der noch heute etwa 90 Mitglieder aus ganz Deutschland in seinen Reihen hat. 2005 fanden die Bergbaufreunde im Schacht den Zugang zum oben beschriebenen Hauptabbaugebiet des ehemaligen Kupferbergwerks Walhausen.

Der Verein aus Walhausen hat den tiefen Zugangsschacht in technisch schwieriger Arbeit in der Vergangenheit durch den Einbau von Holzbühnen befahrbar gemacht. Es besteht die Absicht, durch den Einbau von verzinkten Gitterrostbühnen dieses Kulturdenkmal auch der Bevölkerung zugänglich zu machen. Bis dahin wird aber noch einiges Wasser den Löschbach hinunter fließen.

Es muss von Seiten des Vereins geklärt werden, ob Gelder aus Töpfen der saarländischen Tourismusförderung oder der Industriedenkmalpflege in Anspruch genommen werden können.


Der Historische Bergwerksverein Walhausen trauert um seinen ehem. Vorsitzenden und Mitbegründer Klaus W. Stephan der, plötzlich und unerwartet, im Dezember 2010 verstorben ist.

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Bei der Mitgliederversammlung des Hist. Bergwerksvereins am 6.12.2015, wurde ein neuer Vereinsvorstand gewählt:

1. Vorsitzender : Wolfgang Kilian (Walhausen)

2. Vorsitzender: Klaus Fettes (Ortsvorsteher a.D.,Walhausen)

Kassierer : Berno Nagel (Walhausen)

Schriftführer: Wolfgang Schweig (Walhausen)

Bergbau- Beauftragter : Dieter Presser (Wolfersweiler)

Beisitzer: Gerd- Peter Leismann (Walhausen), Klaus Michael Nagel (Türkismühle),Egmont Mercher (Achtelsbach)

Kassenprüfer: Dietmar Nagel (Walhausen), Eric Grummenauer (Walhausen)

Der Historische Bergwerksverein wünscht seinen Mitgliedern und Freunden ein erfolgreiches Jahr 2017

Wolfgang Kilian (1. Vorsitzender)


Ansprechpartner des Bergwerksvereins sind:

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Wolfgang Kilian

(1. Vorsitzender)

Am Bungert 2

66625 Nohfelden-Walhausen

E-Mail: wolfgang_kilian@t-online.de



Klaus Fettes (2. Vorsitzender)

Türkismühlerstr.13

66625 Nohfelden-Walhausen

Links:

SZ- Bericht 8/2013

Kupferbergwerk

Zweibrücker Bergordnung von 1565

Jahresheft 2011

Jahresheft 2013

Jahresheft 2014

Jahresheft 2015

Jahresheft 2016

Jahresheft 2017

Landesverband der Bergmanns-, Hütten - und Knappenvereine des Saarlandes

Delf Slotta (Webseite)

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